„Women Who Inspire“ – Ist dein Netzwerk bereit für deinen nächsten Schritt?

women who inspire

Vergangene Woche war ich bei “Women Who Inspire”, einem Event, bei dem sich vier Frauen vorgestellt und ihre wirklich inspirierenden Stories hin zur Selbstständigkeit erzählt haben. Ich möchte euch in meinem Beitrag vor allem darüber erzählen, warum mich das Event so angesprochen und begeistert hat – und wie ich dann beim Networking irgendwie doch in leichte Schwierigkeiten kam. Keine Sorge, es gibt ein Happy End.

Die Speakerinnen

Durch den Abend geführt und moderiert hat Marina Zayats. Die Speakerinnen, Corinna Haas, Celine von Wallenberg, Ada Salas und Paula Landes haben jeweils in ca 15 Minuten ihre Story erzählt: Wie sind sie dahin gekommen, wo sie heute sind? Woran sind sie gescheitert? Was treibt sie an und was macht sie so erfolgreich?

Der Schritt in die Selbstständigkeit

Zur Sprache kamen dabei die verschiedenen Beweggründe für den Schritt in die Selbstständigkeit. Sei es nun der Corporate Job, bei dem irgendwie die Leidenschaft abhanden kam, der verlorene Job in Kombination mit einer Trennung, die Herausforderung, Kind und Karriere in einer neuen Stadt zu meistern, oder der langweilige Job, der nach der Elternzeit gewartet hat. Allen gemeinsam war ein gewisser Schmerz, der nicht mehr auszuhalten war, ein Problem, das gelöst werden musste.

Networking als Grundlage

Networking is a lot like nutrition and fitness: we know what to do, the hard part is making it a top priority.
Herminia Ibarra

Die Lösung für jedes einzelne Problem, das, was allen geholfen hat, selbstständig erfolgreich zu sein, ist Networking. Alle haben in ihren Geschichten vor allem ihr Netzwerk in den Vordergrund gestellt. Ohne Netzwerk kein Erfolg, vor allem als Entrepreneur. Denn nur wer ein großes Netzwerk hat, kann daraus schöpfen.

Für mich eine interessante – wenn auch nicht ganz neue – Sicht auf den Start in die Selbstständigkeit. Netzwerke sind unerlässlich, um im Beruf oder auch privat erfolgreich zu sein. Menschen, mit denen man sich austauschen kann, sind wertvoll, denn ohne die Meinung anderer und ohne einen zweiten Blick auf ein Problem drehen wir uns gedanklich einfach nur im Kreis. Und die Chance, dass es jemanden gibt, der wen kennt, der wen kennt… ist einfach größer, je mehr Menschen man in seinem Netzwerk hat. Aber wie genau kommt man dahin, dieses Netzwerk auszubauen – und das vor allem nachhaltig zu tun?

Meine Erfahrungen

Da ich alleine auf dem Event war, dachte ich, ich treffe entweder Leute, die ich kenne oder ich gehe einfach direkt nach den Vorträgen, wenn mich keiner anspricht. Ich weiß, das ist nicht gerade die Idee dahinter und auch nicht die beste Voraussetzung zum Netzwerken. Aber ich war immerhin voller Vorfreude und ohne Erwartungen und hatte ein gutes Gefühl, als ich mich auf den Weg zum Event machte. Da ich recht spät dran war, fand ich nur noch einen Platz in der ersten Reihe, was ich nicht sonderlich schlimm fand. Dafür bin ich dann auch im Video zu sehen, mit meinem Notizbuch auf dem Schoß mit allen Gedanken für diesen Artikel…

In einem der Vorträge wurden alle im Publikum aufgefordert, am Ende des Abends mit mindestens zwei neuen Kontakten nach Hause zu gehen. Ich dachte mir, zwei Kontakte sind ja nun wirklich nicht viel, das wird ja schon klappen. Das hallte mir dann nach den Vorträgen noch im Kopf. Ich hatte schließlich gerade von vier tollen Frauen gehört, wie wichtig ein großes Netzwerk ist. Genau das ist es, was mich als Selfpreneur ausmacht. Ich greife die Gelegenheit beim Schopf und setze die Tipps um, die mir sinnvoll erscheinen und die mich meinem Ziel ein kleines Stück näher bringen können.

Also stand ich nach den Vorträgen auf und füllte erst einmal mein Glas Wasser auf. Dann sah ich mich im Raum um, bereit jemanden anzusprechen. Allerdings waren alle schon ich Gesprächen. Irgendwie hatte ich es geschafft, die Gruppenbildung zu verpassen. Das heißt ich stand im Raum und schaute anderen beim Netzwerken zu. Naja, also los auf die andere Seite des Raums, dort waren ein paar Visitenkarten und Infos zu den verschiedenen Organisationen, in denen die Spakerinnen mitwirken. Vielleicht ergibt sich ja dort ein Gespräch. Aber auch hier war irgendwie kein leichter Einstieg zu finden.

Ich ging wieder auf die andere Seite des Raums und dachte die ganze Zeit darüber nach, wie ich denn jetzt jemanden ansprechen sollte. Ich konnte mich ja nicht einfach zu irgendeiner Gruppe stellen und mich einfach am Gespräch beteiligen. Was wenn die Frauen, die dort stehen sich kennen und über irgend etwas unterhalten, von dem ich keine Ahnung habe? Was wenn das Gespräch dann auf einmal stockt, weil sich einfach jemand Fremdes dazu gestellt hat? Was wenn ich zum Gespräch einfach nichts beitragen kann? Ihr könnt euch vermutlich vorstellen, wie die Gedanken in diesen paar Sekunden sprudelten und nicht wirklich hilfreich waren.

Gerade als ich dachte: Mir doch egal, stelle ich mich halt alleine hier hin und trinke mein Wasser und gehe heim! Sah ich eine Frau genauso alleine am Tresen stehen und habe sie kurzentschlossen mit einem unbeholfenen “Hallo” angesprochen. Ich muss zugeben, das war nicht das intelligenteste, was ich als Gesprächseinstieg hätte sagen können, aber hey, es hat funktioniert. So habe ich dann ein Gespräch angefangen und erzählt, wie schwer es mir gerade gefallen war, zu Netzwerken – und meiner Gesprächspartnerin ging es auch nicht anders. Sie war froh, dass ich sie angesprochen hatte, weil sie auch nicht genau wusste, wie sie denn jetzt mit einer fremden Person (beziehungsweise Gruppe) ein Gespräch beginnen sollte. Es entwickelte sich ein super interessantes Gespräch – schon allein deshalb hätte es sich gelohnt, auf dieses Event zu gehen. Nach und nach gesellten sich dann noch zwei weitere Frauen zu uns und siehe da, ich hatte dann schon recht schnell Kontaktdaten von zwei neuen Personen.

Auf dem Nachhauseweg war ich dann fast wie berauscht, von diesem Abend. Meine Arbeit an diesem Blog hat mich ermutigt, alleine zu dem Event zu gehen, nicht aufzugeben und das Gespräch mit anderen zu suchen. Dass ich diese Geschichte hier in unseren Blog stellen kann, motiviert mich ungemein, denn ich weiß, dass andere meine Erfahrungen lesen und zu ihrem nächsten Event mitnehmen werden. Ich habe zwei tolle Mitstreiter, die genau das gleiche machen und ihre eigenen Erfahrungen sammeln und teilen. Mein innerer Selfpreneur ist an diesem Abend unglaublich gewachsen. Ich war super inspiriert von den Geschichten der vier Frauen und den Gesprächen mit meinen neuen Bekanntschaften. Mir ist mal wieder bewusst geworden, dass man einfach nur anfangen muss. Was ist schon das schlimmste, was passieren kann? Wir erfahren Ablehnung oder machen einen Fehler? Na und? Dann lernen wir eben daraus.

Außerdem habe ich auch an diesem Abend wieder gehört, dass auch erfolgreichen Menschen ihre Schwierigkeiten haben und Steine aus dem Weg räumen müssen. Niemandem fällt Erfolg einfach so in den Schoß. Wir sind eben alle nur Menschen und wer sich etwas vornimmt und etwas erreichen will, erreicht es auch. Man muss es eben wollen. Aber alleine schafft man es nicht. Man benötigt dieses hart erarbeitete Netzwerk, das einen in diesen wunderbaren, euphorischen Zustand versetzen kann. Für diese Momente, in denen man weiß, man kann alles schaffen.

Ein kleiner Tipp am Rande

Ein guter Einstieg in das Networking nach einem Vortrag ist so einfach: “Und, wie fandest du den Vortrag?” 😉

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