Start – Stop – Flow

Es ist dieser eine Moment, auf den man die ganze Zeit gewartet hat. Nachdem man wochen- ach.. monatelang an einer Idee gearbeitet hat. Damals im Sommer auf dem Balkon hat alles angefangen (ok, es ist noch nicht so lange her, klingt aber schön). Wir haben unsere Ideen aufgeschrieben, auf ein Stück Packpapier, das wir an die Fensterscheiben meiner Wohnung geklebt haben.

Es gibt so viele Fragezeichen in unserer Konstellation: Was wollen wir überhaupt? Sind unsere Vorstellungen von einem Blog die gleichen? Haben wir das gleiche Ziel vor Augen? Wer soll überhaupt lesen, was wir hier schreiben? Und warum genau sollte das jemand tun?

Was ziemlich schnell klar wird: Wir schreiben einen Blog über das, was uns bewegt, das was wir erreichen möchten. Eine Art Tagebuch für uns und euch. Gedanken und Erlebnisse, die dir, dem Leser, weiterhelfen und uns ermöglichen zu reflektieren.

Im Rahmen unserer ganzen Überlegungen und freudigen Diskussionen an dem Sommertag auf meinem Balkon haben wir den Namen „Selfpreneurs“ schnell gefunden. Eine Eingebung. Das drückt alles aus, wie wir uns sehen und was wir euch weitergeben möchten:

Ein Selfpreneur investiert in sich selbst, achtet auf Körper und Geist, ist neugierig, offen, voller Wissensdurst und übernimmt Eigenverantwortung. Wir interpretieren Eigenschaften wie zukunftsorientiert und Visionär sein, Fehler positiv sehen und Kritik annehmen, flexibel und mutig sein, selbstbewusst, kritisch hinterfragend, freiheitsliebend und Zielstrebigkeit in den Begriff.

Ein Wort, das so viel aussagt und bei dem so viel Zukunft mitschwingt. Eine große Unbekannte, die es zu entdecken gilt.

Die Tage werden kälter, wir sitzen irgendwann im Wohnzimmer auf dem Sofa. Die Packpapierstücke an der Wohnzimmertür oder an Sarahs Kleiderschrank. Die Ideen werden konkreter. Aber für wen schreiben wir eigentlich? Wie stellen wir uns unsere Leser vor? Da wir schon bei unseren ersten Treffen die Inhalte und unsere Motivation zu Schreiben aufgeschrieben hatten, hadern wir hier weniger mit der Idee als vielmehr mit der Formulierung. Mit dem Versuch, all den Input in wenige Worte zu fassen. In eine Persona, einen rein theoretischen Leser. Wer bist du, lieber Leser?

Bist du unzufrieden mit dem Status Quo? Suchst du Veränderung und weißt nicht genau, wo du im Ozean all dieser Möglichkeiten anfangen sollst? Möchtest du dich weiterentwickeln? Ich hoffe, du kannst diese Fragen zumindest mit einem vorsichtigen “Ja” beantworten – denn dann bist du hier richtig.

Wir haben bei unserer Suche nach einer Zielgruppe jedenfalls festgestellt, dass genau das der Punkt ist, an dem wir stehen. Wir möchten mehr erreichen, nicht notwendigerweise im Sinne von Karriere, sondern vor allem im Bezug auf unser Selbst. Auf unsere eigene Person. Wir möchten wachsen, uns weiterentwickeln.

Ich möchte die beste Version meiner selbst sein, die ich zu diesem Zeitpunkt sein kann.

Vielleicht ändern sich meine Prioritäten mit der Zeit oder ich passe die Richtung an, in die ich mich weiterentwickeln möchte. Aber am Ende kommt es immer wieder zurück zu einem Punkt: Tu etwas, entwickle dich dort hin, wo du sein möchtest.

Die Häufigkeit unserer Treffen nimmt mit der Zeit ab. Das Leben kommt dazwischen und wir wissen nicht genau, was der nächste Schritt sein soll. Nach den Treffen liegen wieder einige zusammengerollte Plakate mit Notizen in unserer Sammlung. Alles geht etwas langsamer als gedacht: Eine Idee haben und eine Idee umsetzten sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Alles dauert länger, wenn man sich zu dritt abspricht, wenn man den Input der anderen mit in Betracht zieht. Der Vorteil an unserem Team: Wir sind alle an verschiedenen Punkten in unserer Entwicklung, können viel voneinander lernen. Jedes Thema bekommt drei verschiedene Blickwinkel. Das wiederum ist eine große Bereicherung für unseren Blog, denn wir bieten unseren Lesern verschiedene Aspekte und verschiedene Themen und verschiedene Autoren, mit denen sie sich identifizieren können. Jeder hat andere Herausforderungen, jeder hat andere Lösungsansätze.

Plötzlich gibt es inhaltlich und konzeptionell nichts mehr zu besprechen und es nichts weiter zu tun, als unseren Blog aufzusetzen und endlich zu starten.

Aber wo genau fängt man an? Die gesammelten Ideen, die in meinem Kopf vorformulierten Teasertexte für Artikel sind plötzlich verschwunden (Merke: Schreibe alles auf! Immer.). Immer mal wieder kommen neue Ideen oder die bereits bekannten kommen zurück und ich finde auf einmal alles unpassend. Ich mache mir Notizen (ich habe dazugelernt) und wenn ich sie das nächste Mal lese, macht es irgendwie keinen Sinn mehr.

Der erste Artikel definiert doch, wohin die Reise geht, oder etwa nicht? Aber genau das ist doch der Punkt. Ich weiß nicht, wo die Reise hin geht. Ich bin unentschlossen, hin und her gerissen, habe eine Idee und dann wieder eine andere. Also lande ich hier. Bei diesem Bericht über unseren Start. Es ist nicht alles immer so einfach, wie es scheint. Die viel gelesenen “Wenn du einen Blog machen willst, fang doch einfach an”-Ratschläge helfen nicht weiter. Aber jetzt, nach diesen Monaten der Planung, mit einem Bild im Kopf, was wir mit dem Blog bezwecken möchten – jetzt fange ich einfach an. Ich setze mich am Flughafen ans Gate und warte auf den Aufruf zu Boarden, klappe meinen Laptop auf und fange an zu schreiben. Auf einmal kommen die Ideen, auf einmal weiß ich, was ich schreiben möchte, was ich festhalten will.

Ich bin im Flow.

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